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Glossar

A

Abkühl-/Aufheizzeiten
Bei Verwendung von JULABO Thermal Temperierflüssigkeiten sind die Abkühl- und Aufheizzeiten kürzer als bei Wasser oder Alkohol. Die benötigte Kälte-/Heizleistung ist beim Einsatz von Thermal Temperierflüssigkeiten wesentlich geringer. Somit werden schnellere Abkühl- und Aufheizzeiten erzielt. Grund dafür ist, dass Thermal Temperierflüssigkeiten eine wesentlich geringere spezifische Wärmekapazität als Wasser und Alkohol haben.
ACC - Active Cooling Control
Der ACC-Bereich ist der Arbeitstemperaturbereich, bei dem die Kältemaschine aktiv in Betrieb bleibt und bei Bedarf Kälteleistung liefert. Bei allen JULABO Geräten entspricht der ACC-Bereich dem Arbeitstemperaturbereich. Die Kältemaschine kann somit auch bei höheren Temperaturen (z. B. 200 °C) für ein schnelles Abkühlen eingesetzt werden. Arbeitstemperaturbereich ist der Temperaturbereich innerhalb des Betriebstemperaturbereichs, der bei einer Umgebungstemperatur von 20 °C vom Thermostaten allein und ohne Zuhilfenahme von Hilfsmitteln erreicht wird. Bei Wärmethermostaten beginnt der Arbeitstemperaturbereich bei 5 °C bis 25 °C oberhalb der Raumtemperatur. Mit einer Kühlschlange (Kühlwasser) oder einem Kühlgerät lässt sich der Temperaturbereich nach unten erweitern.

B

Badöffnung
ist die nutzbare Öffnung, die direkt zur Aufnahme von Temperiergut im Bad des Temperiergerätes zur Verfügung steht. Die Daten werden meist durch die Angabe der nutzbaren Badtiefe ergänzt.
Bad-/Umwälzthermostat
ist ein Thermostat mit einer Badöffnung zur Aufnahme von Objekten zur direkten Temperierung im Bad sowie einer Umwälzpumpe mit Pumpenanschlüssen zum Anschluss eines externen Temperierkreislaufs.
Badthermostat
ist ein Thermostat mit einer Umwälzpumpe und einem offenen Badgefäß. Das Temperiergut wird direkt im Bad platziert. Die Umwälzpumpe ist vorzugsweise zum Umwälzen der Badflüssigkeit vorgesehen. Pumpenanschlüsse zur Temperierung eines externen Kreislaufs sind nicht vorgesehen.
Badvolumen
beschreibt das Volumen der Temperierflüssigkeit, das zum bestimmungsgemäßen Betrieb erforderlich ist. Die Angabe umfasst nicht das evtl. notwendige zusätzliche Flüssigkeitsvolumen in einem externen Kreislauf. Sind zwei Werte für das Badvolumen angegeben, kennzeichnet der kleinere Wert die erforderliche Mindestmenge und der größere Wert die zulässige Höchstmenge.
Bedienerführung, interaktiv
JULABO Thermostate der HighTech Reihe, sowie die hochdynamischen Temperiersysteme PRESTO, Magnum und Forte HT beinhalten zusätzlich zur eigentlichen Temperaturanzeige, ein weiteres 4-zeiliges LCD Dialog-Display. Das Display bietet eine besonders einfache Bedienerführung. Sämtliche Anzeigen, Meldungen und Menütexte werden im Klartext angezeigt.
Betriebstemperaturbereich
ist der Temperaturbereich, der durch die Regelelektronik begrenzt ist. So kann z.B. der Arbeitstemperaturbereich bei Wärmethermostaten mit Hilfsmitteln (Kühlung) nach unten bis zum maximal angegebenen Betriebstemperaturbereich erweitert werden.
BlackBox-Funktion, Ferndiagnose
JULABO Thermostate mit RS232 Schnittstelle beinhalten eine Service-Funktion, bei der eine integrierte BlackBox während des Betriebs unsichtbar im Hintergrund läuft und alle relevanten Daten aufzeichnet. Diese Daten können im Servicefall ausgelesen und per E-Mail an JULABO geschickt werden. Mit den Daten ist eine konkrete Hilfestellung möglich. Die zum Auslesen erforderliche Software Easy BlackBox ist als kostenloser Download auf www.julabo.com verfügbar.

D

DIN 12876-1
beschreibt die Klasseneinteilung elektrischer Laborgeräte wie z. B. Laborthermostate. Die Einteilung wird anhand der Warn- und Schutzeinrichtungen vorgenommen. Über die DIN hinaus bietet JULABO folgende Warn- und Schutzeinrichtungen:
1.) Einstellbarer Übertemperaturschutz bei allen Thermostaten, bei den meisten Modellen kann der eingestellte Wert am Display angezeigt werden.
2.) Neben der optischen Warnanzeige und dem allpoligen Abschalten, ertönt ein Signalton, sobald die eingestellte Übertemperatur oder ein unzulässiges Unterniveau der Temperierflüssigkeit erreicht wird.
3.) Eine integrierte Fühlerdifferenzüberwachung schaltet das Gerät allpolig ab, falls die Differenz zwischen Arbeits- und Sicherheitsfühler einen definierten Wert überschreitet. Die Abschaltung erfolgt auch dann, wenn einer der beiden Fühler defekt ist. Der Sicherheitsfühler wirkt zusätzlich als Trockengehschutz.
4.) Permanente Plausibilitätskontrolle von Arbeits- und Sicherheitsfühler.
Display
Multi-Display (LED) bedeutet, dass nicht nur Ist- und Sollwerte, sondern auch die Werte für Über-/ Untertemperatur-Warnung und für den Übertemperaturschutz sichtbar gemacht werden. Modellabhängig ist die Anzeige weiterer Werte möglich, wie z.B. Pumpenleistungsstufen, Schüttelfrequenz etc. Das VFD Comfort-Display erlaubt die gleichzeitige Anzeige von drei Temperaturwerten: Neben Ist- und Sollwert wird der externe Istwert permanent angezeigt. Die gewählte Pumpenstufe ist über die integrierte Leuchtbalken-Anzeige sichtbar.
Druck-/Saugpumpe
Geräte mit einer Druck-/Saugpumpe (z.B. Thermostate der HighTech Reihe) sind im Prinzip mit zwei sich ergänzenden Pumpen ausgestattet. Während die eine Pumpe die Flüssigkeit aus dem internen Badgefäß in das externe System pumpt, saugt die zweite Pumpe die Flüssigkeit über die Rücklaufleitung in das Bad zurück. Jede Pumpe hat eigene Leistungsdaten, in den technischen Daten finden sich daher auch zwei getrennte Angaben für Druck- und Saugleistung. Werden beide Pumpen zusammen eingesetzt, ergibt sich eine besonders hohe Gesamtförderleistung.
Druckpumpe
dient zur Durchmischung der Temperierflüssigkeit im Badgefäß und kann zusätzlich zur Umwälzung eines externen Temperierkreislauf benutzt werden.
Durchflusskühler
wird häufig als Ersatz für eine Wasserkühlung eingesetzt. Es handelt sich dabei um ein ungeregeltes Kühlgerät ohne eigene Umwälzpumpe. Das Gerät wird in den externen Temperierkreislauf installiert um die Temperierflüssigkeit beim Durchfließen abzukühlen. Bei Anwendungen mit Wärmethermostaten sind z.B. tiefere Temperaturen oder ein schnelleres Abkühlen möglich.
Durchsichtthermostat
ist ein Badthermostat mit durchsichtigen Wänden zur direkten Begutachtung des eingebrachten Temperiergutes.

E

EasyTEMP
=> siehe Software  
Einhängethermostat
ist mit einer Badklammer (Schraubklemme) zur Befestigung an einem beliebigen Badgefäß ausgestattet. Das Badgefäß selbst gehört nicht zum Lieferumfang. Alternativ können Einhängethermostate über eine Befestigungsklammer mit Stange an einem Laborstativ angebracht werden.
Eintauchkühler
Eintauchkühler sind Kühlgeräte mit einer Eintauchsonde. Diese ist an einem flexiblen Schlauch befestigt und kann zum Kühlen von Flüssigkeiten in beliebigen Gefäßen benutzt werden.

F

Ferndiagnose
=> siehe BlackBox-Funktion
Flüssigkeit
=> siehe Temperierflüssigkeit
Förderdruck
ist der am Druckstutzen anstehende Druck der Umwälzpumpe. Sofern in den technischen Daten nur ein Wert angegeben ist, handelt es sich um den maximalen Förderdruck bei Förderstrom null. In den Diagrammen ist der Druck in Abhängigkeit vom Förderstrom ersichtlich.
Fördersog
ist der am Saugstutzen anliegende Sog der Umwälzpumpe (Druck-/Saugpumpe). Sofern in den technischen Daten nur ein Wert angegeben ist, handelt es sich um den maximalen Sog bei Förderstrom null. In den Diagrammen ist der Sog in Abhängigkeit vom Förderstrom ersichtlich.
Förderstrom
ist das von der Umwälzpumpe geförderte Flüssigkeitsvolumen pro Zeiteinheit. Sofern in den technischen Daten nur ein Wert angegeben ist, handelt es sich um den maximalen Förderstrom bei Gegendruck null. In den Diagrammen ist der Förderstrom in Abhängigkeit vom Druck ersichtlich.
Frühwarnsystem (DBGM)
Eine häufige Ursache für eine unerwünschte, vorzeitige Abschaltung des Temperiergerätes durch den Unterniveauschutz ist fehlende Temperierflüssigkeit. Je nach Anwendung können z.B. Schäden am Temperiergut die Folge sein. Das JULABO Frühwarnsystem für Unterniveau schafft hier Abhilfe, indem der Anwender rechtzeitig eine Meldung erhält, dass Temperierflüssigkeit nachgefüllt werden muss (per Intervall-Signalton). Darüber hinaus werden unerwünschte Temperaturabweichungen (z. B. durch exotherme Reaktionen) frühzeitig erkannt und akustisch gemeldet.

G

Gewährleistungszeit
Für die einwandfreie Funktion der Geräte beträgt die JULABO ewährleistungszeit 12 Monate. Mit der 1PLUS-Garantie erhält der Anwender eine kostenlose Verlängerung der Gewährleistung auf 24 Monate, begrenzt auf maximal 10.000 Betriebsstunden. Die Registrierung ist auf unserer Website unter www.julabo.com möglich.

H

Hauptnetzabsicherung
Die erforderliche Netzabsicherung ist abhängig vom jeweiligen Gerät. Grundsätzlich muss die Netzabsicherung aber immer größer als die Stromaufnahme des Gerätes sein. Die Stromaufnahme ist dem Typenschild zu entnehmen. Bei Kältemaschinen ist zu beachten, dass diese beim Anlaufen des Kompressors kurzzeitig das 3- bis 5-fache des Nennstromes aufnehmen können.
Heizleistung
ist die maximale elektrische Leistung des im Temperiergerät eingebauten Heizers. Die Heizleistung wird kontinuierlich geregelt und bei Annäherung an den eingestellten Sollwert reduziert.

I

ICC, Intelligent Cascade Control
Hochpräzise PID-Kaskaden-Temperaturregelung für perfekte Ergebnisse (PID => siehe PID, Temperaturregelung). Die ICC-Temperaturregelung arbeitet selbstoptimierend, d.h. die Regelparameter werden der jeweiligen Anwendung automatisch angepasst.

K

Kalibrierthermostat
ist ein Badthermostat mit besonders hoher Temperaturkonstanz und besonders gleichmäßiger räumlicher Temperaturverteilung (Homogenität). Typische Anwendungen sind das Kalibrieren, Eichen und Prüfen von Temperatursensoren, Thermometern etc.
Kälteleistungsregelung, proportional
Bei Kältegeräten ohne Proportional-Kälteleistungsregelung kann die Kältemaschine nur ein- oder ausgeschaltet werden. Geräte mit Proportional-Kälteleistungsregelung hingegen besitzen ein spezielles Ventil zur Steuerung der Kälteleistungsabgabe. Damit ist eine genaue Dosierung der tatsächlich benötigten Kälteleistung möglich. Zusätzliche Vorteile sind Energieeinsparung (bis 90 %) und weniger Abwärme.
Kälte-/Wärmethermostat
ist ein Thermostat, dessen Arbeitstemperaturbereich oberhalb und unterhalb der Umgebungstemperatur liegt. Der Thermostat kann der Temperierflüssigkeit entweder Wärme zuführen (heizen) oder Wärme entziehen (kühlen).
Kältemittel
Seit Jahren werden JULABO Kältegeräte mit umweltfreundlichen FCKW-freien Kältemitteln befüllt. Klasseneinteilung nach DIN 12876-1. In Temperiergeräten können brennbare oder nichtbrennbare Temperierflüssigkeiten zum Einsatz kommen. Die Begriffe und Klasseneinteilung sind in der DIN 12876-1 festgelegt. Unterschieden wird zwischen den Klassen I (NFL, non-flammable) und III (FL, flammable). JULABO Geräte sind in folgende Klassen eingeteilt: S1: Klasse I (NFL, für nicht brennbare Flüssigkeiten). Geräte dieser Klasse sind mit fest eingestelltem Temperaturbegrenzer dem sogenannten Überhitzungsschutz ausgestattet. Die Geräte sind nur für den Betrieb mit nichtbrennbaren Flüssigkeiten vorgesehen. S3: Klasse III (FL, für brennbare Flüssigkeiten). Geräte dieser Klasse sind mit einstellbarem Übertemperaturschutz und zusätzlichem Unterniveauschutz ausgestattet. Die Geräte sind für den Betrieb mit brennbaren Flüssigkeiten geeignet.

L

Leistungsberechnung, Kälteleistung, Heizleistung
Folgende Formel kann zur zeitabhängigen Kälte- und Heizleistungsberechnung angewendet werden:

Q = (m * c* dT) / t

Q = erforderliche Kälte-/Heizleistung in kW
m = Materialmasse in kg
c = spezifische Wärmekapazität (Wasser = 4,2 / Ethanol = 2,5 / Silikonöl = 1,8)
dT = erforderlicher Temperaturunterschied in °C
t = erwünschte Abkühl- bzw. Aufheizzeit in Sekunden

Zu beachten ist, dass sich das addierte Gesamtvolumen (Masse) zusammensetzt aus den Einzelvolumina wie z.B. das Volumen des Thermostaten, der Schlauchverbindungen, des Reaktormantels und des Reaktors. Die obige einfache Berechnung der erforderlichen Leistung lässt Unterschiede des spezifischen Gewichts der Flüssigkeiten sowie leistungsmindernde Faktoren außer Acht. Leistungsverluste werden z.B. verursacht durch: Schläuche (Länge, Isolation), doppelwandige Gefäße/Reaktoren (Material, Dicke, Fläche), hohe Umgebungstemperaturen, offene Applikationen (Oberfläche). Um eine ausreichende Kälte-/Heizleistung zur Verfügung zu stellen, sollte ein Sicherheitsfaktor von 20-30 % in die Kalkulation einbezogen werden.

M

Metallschlauch
=> siehe Schlauch

N

Netzspannungen
Die für einen sicheren Betrieb erforderliche Netzspannung und Netzfrequenz ist dem Typenschild des jeweiligen Gerätes zu entnehmen.
Nutztiefe
ist die Flüssigkeitstiefe, die im Badthermostat für Temperierungen zur Verfügung steht.

P

PID, Temperaturregelung
Die JULABO PID1, PID2 und PID3-Regelungen haben fest eingestellte Regelparameter (Xp, Tn, Tv). Diese können bei PID2 und PID3 manuell verändert werden, um speziell bei Externbetrieb eine verbesserte Temperaturkonstanz zu erreichen.
Pumpensysteme
JULABO verwendet Tauchpumpen, die über lange Zeiträume nahezu verschleißfrei arbeiten. Neben der internen Umwälzung der Temperierflüssigkeit besteht die Hauptaufgabe darin, ein Objekt oder System permanent mit Temperierflüssigkeit in einem Kreislauf zu versorgen. Die Geräte der TopTech Reihe sowie Umlaufkühler beinhalten Pumpen verschiedener Leistungskategorien für geschlossene externe Systeme. Bei den Modellen MA und ME sowie bei PRESTO ist die Pumpenleistung in Stufen elektronisch einstellbar. Alle Thermostate der HighTech Reihe verfügen über Druck- und Saugpumpen, ebenfalls elektronisch in Stufen einstellbar. Mit diesen Pumpensystemen können größere Druck-, Saug- und Förderleistungen in geschlossenen oder offenen externen Systemen erzielt werden. Bei angeschlossenen Glasapparaturen kann der maximale Druck zur Vermeidung von Glasbruch angepasst werden.

R

RS232/RS485-Schnittstellen
=> siehe Schnittstelle, digitale

S

Schlauch
JULABO Temperierschläuche sind im angegebenen Temperaturbereich dauerbetriebssicher, weitgehend chemisch resistent und in Verbindung mit den von JULABO empfohlenen Temperierflüssigkeiten einsetzbar. Folgende Schlaucharten stehen zur Auswahl:
1.) CR-Schlauch, bewährtes Schlauchmaterial für Arbeitstemperaturen von -20 °C bis 120 °C.
2.) Vitonschlauch, hochwertiges Schlauchmaterial für Arbeitstemperaturen von -50 °C bis 200 °C.
3.) Metallschlauch, zur festen Verschraubung mit dem Thermostaten und dem externen System. Durch die Isolierung werden Leistungsverluste reduziert. Ein Abrutschen der Schläuche ist ausgeschlossen. Die flexiblen Metallschläuche sind einfach oder 3-fach isoliert erhältlich und für Arbeitstemperaturen von -50 °C bis 200 °C bzw. -100 °C bis 350 °C einsetzbar. Bei den 3-fach isolierten Metallschläuchen sind Druckleistungen bis max. 3.8 bar zulässig.
Schnittstelle, analoge
dient zur Eingabe des Temperatur-Sollwerts bzw. zur Ausgabe des Temperatur-Istwerts in analoger Form als Strom- oder Spannungssignal.
Schnittstelle, digitale
zur seriellen Datenkommunikation zwischen zwei oder mehreren verbundenen Geräten in digitaler Form über Drahtleitungen. Dabei können Temperaturwerte, Statusmeldungen und Anwendungsdaten übertragen und aufgezeichnet werden. Zusätzlich ist eine Steuerung des Temperiergerätes über einen PC mit geeigneter Software möglich. Modellabhängig stehen die Schnittstellen RS232, RS485, USB und Profibus zur Verfügung.
Software, Steuersoftware
Die JULABO Software-Lösungen bieten die Möglichkeit temperatur- und zeitabhängige Vorgänge problemlos zu steuern, zu visualisieren und zu dokumentieren. Für einfache Steueraufgaben von nur einem JULABO Gerät ist das kostenlos erhältliche EasyTEMP ideal. Für komplexere Aufgaben bietet JULABO die Software EasyTEMP Professional, welche mit bis zu 24 Geräten gleichzeitig kommunizieren kann.
Systeme, externe
Beim Anschluss eines externen Systems sind einige Punkte zu beachten, um eine bestmögliche Temperaturübertragung zwischen Temperiergerät und angeschlossenem System zu erreichen:
  1. Schlauchleitungen zwischen Thermostat und externem System so kurz wie möglich halten und gegen Abrutschen sichern.
  2. Schlauchleitungen, Anschlussverbindungen und externes System gut isolieren.
  3. Die geeignete JULABO Temperierflüssigkeit verwenden.
  4. Energieaustausch zwischen Thermostat und externem System optimieren (z.B. Verengungen im System vermeiden).
  5. Bei Einsatz eines Externfühlers ist auf eine gute Ankopplung im System zu achten.
  6. Die Viskosität des Wärmeträgers so klein wie möglich halten.

T

TCF Temperature Control Features
Die TCF-Funktionen erlauben den Zugriff auf alle wichtigen Regelparameter. Der Anwender hat damit die volle Kontrolle über die Regeldynamik und kann bei Bedarf manuelle Optimierungen vornehmen.

Folgende Funktionen sind verfügbar:
  1. Bandbegrenzung: Mit dieser Funktion kann in der Betriebsart „externe Regelung“ die Differenz zwischen interner und externer Temperatur auf frei wählbare Maximalwerte begrenzt werden. Vorteile: Schutz des Temperiergutes durch schonende Temperierung, Schutz von z.B. Glasreaktoren vor thermischen Spannungen.
  2. Regeldynamik: Wahlmöglichkeit zwischen aperiodischem und normalem PID-Verhalten bei interner Regelung. Die aperiodische Regelung (Werkseinstellung) benötigt mehr Zeit zum Erreichen der Solltemperatur, bietet dafür aber eine präzise Einregelung ohne Über-/Unterschwingen. Beim normalen PID-Regelverhalten wird die Solltemperatur schneller erreicht, allerdings ergibt sich dabei ein leichtes Über-/Unterschwingen.
  3. Grenzwerteinstellungen: Die Begrenzungen „IntMax“ und „IntMin“ sind bei externer Regelung wirksam. Es können starre Ober- und Untergrenzen für die interne Badtemperatur festgelegt werden, die Grenzen können von der Temperaturregelung nicht über- oder unterschritten werden. Vorteile: Schutz der Temperierflüssigkeit vor Überhitzung ; Einfrierschutz bei Verwendung von Wasser in Kältethermostaten ; Schutz vor ungewollter Übertemperatur-Abschaltung.
  4. Co-Speed-Faktor: Dieser Parameter beeinflusst die Zeit zum Erreichen der Solltemperatur bei externer Regelung. Die Einregelzeiten werden mit Erhöhung des Co-Speed-Faktors kürzer, es kann jedoch zu verstärktem Überschwingen kommen.
Temperierflüssigkeit
JULABO empfiehlt für Arbeitstemperaturen von 5 °C bis 90 °C die Verwendung von enthärtetem / entkalktem Wasser. Destilliertes und entionisiertes Wasser neigt dazu, die fehlenden Ionen aus den Bauteilen herauszulösen, was zu Korrosion führen kann. Alkohole (z.B. Ethanol) sind wegen des sehr niedrigen Brennpunktes nur bedingt einsetzbar. Für Arbeitstemperaturen bis -20 °C kann ein Wasser-Glykol-Gemisch (1:1) verwendet werden. Für erweiterte Arbeitstemperaturbereiche bieten sich die JULABO Thermal Temperierflüssigkeiten an. Diese haben den Vorteil einer wesentlich geringeren spezifischen Wärmekapazität. Flammpunkt und Brennpunkt sind bei der Auswahl besonders zu beachten. Insbesondere bei tiefen Temperaturen darf die in der Betriebsanleitung angegebene zulässige Viskosität nicht überschritten werden. Die maximale Arbeitstemperatur muss mindestens 30 °C unter dem Brennpunkt der Temperierflüssigkeit liegen.
Temperierschlauch
=> siehe Schlauch
Temperiersystem
Temperiersysteme sind Umwälzthermostate mit starken Kälte-, Heiz- und Pumpenleistungen. Bedingt durch kleine Flüssigkeitsvolumina werden schnelle Abkühl- und Aufheizzeiten ermöglicht, was ideal für Prozesse in der Verfahrenstechnik ist.
Temperaturhomogenität
ist der maximale Temperaturunterschied an verschiedenen Messpunkten im Thermostatenbad. Die Homogenität ist insbesondere bei Kalibrieraufgaben von Bedeutung. Bei allen JULABO Thermostaten weicht die Temperaturhomogenität nicht wesentlich von der Temperaturkonstanz ab. Die beste Temperaturhomogenität weisen Kalibrierthermostate auf.
Temperaturkonstanz
ist der maximale Temperaturunterschied an einem Messpunkt im Thermostatenbad. Die Temperaturkonstanz ist die maximale Abweichung von einem Temperatur-Nominalwert über ein bestimmte Zeit. Temperaturregelung => siehe PID, ICC, TCF

U

Umgebungstemperaturbereich
ist der zulässige Temperaturbereich der Umgebung, in dem das Gerät einwandfrei funktioniert.
Umwälzkühler
sind spezielle Kältethermostate, die ausschließlich als Umwälzthermostate aufgebaut sind. Durch Bauform, Kühl- und Pumpenleistungen haben sich Umwälzkühler als eigenständige Geräte herausgebildet. Sie werden oft als Ersatz für die Kühlung mit Leitungswasser eingesetzt. Sie haben in der Regel kein frei zugängliches Bad.
Umwälzthermostat
ist ein Thermostat, bei dem die Temperierflüssigkeit durch einen offenen oder geschlossenen externen Kreislauf befördert wird.

V

 
 

W

Wärmethermostat
ist ein Thermostat, dessen Arbeitstemperaturbereich hauptsächlich oberhalb der Umgebungstemperatur liegt und der der Temperierflüssigkeit vorzugsweise Wärme zuführt.

X

 
 

Y

 
 

Z

 
 

Kontakt

JULABO GmbH
Gerhard-Juchheim-Strasse 1
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Tel: +49 7823 51-0
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