JULABO - Innovative Temperature Technology

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Drahtlose Kommunikation
für JULABO Temperiergeräte
 
     

Häufige Fragen & Antworten

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um die „WirelessTEMP“ Produkte und deren Anwendung.


 

 
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Vorteile / Einsatzmöglichkeiten / Praktischer Einsatz

Welche Vorteile bietet der Einsatz von WirelessTEMP?
Der Anwender muss zur Bedienung und Überwachung der Temperiergeräte nicht mehr in Sichtkontakt zum Gerät stehen. Die Bedienung und Überprüfung der Geräte kann jetzt bequem wie mit einem Handy aus der Ferne erfolgen. Display und Tastatur der Temperiergeräte haben Sie jetzt immer mit dabei.

Was sind die typischen Einsatzgebiete für WirelessTEMP?
Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Dennoch gibt es einige typische Szenarien, welche für die meisten Labors gültig sind. Dazu gehört beispielsweise der Betrieb eines Temperiergerätes unter einem Dunstabzug, innerhalb einer abgeschirmten Gefahrenzone oder an schlecht zugänglichen Standorten (z.B. unter dem Labortisch). Hier erleichtert WirelessTEMP die Arbeit erheblich, weil kein direkter Zugriff mehr auf das Temperiergerät notwendig ist. Display und Tastatur des Temperiergerätes werden auf die Remote Control Fernbedieneinheit verlagert, die vertraute Bedienung der Geräte bleibt dabei nahezu unverändert.

Wie wirkt sich WirelessTEMP auf meine Arbeitsabläufe im Labor aus?
Die regelmäßigen Kontrollgänge zur Überprüfung der Temperaturen bzw. zum Ändern von Geräteeinstellungen reduzieren sich erheblich. Sie können nun direkt von Ihrem Schreibtisch aus alle wichtigen Parameter anzeigen und verändern. Wahlweise mit der Fernbedieneinheit Remote Control oder mit einem PC/Notebook. Sie sparen damit Laufwege, sind mobiler und unabhängiger vom Standort der Temperierapplikation.

Für welche Geräte ist WirelessTEMP erhältlich?
Bei WirelessTEMP handelt es sich um eine universell einsetzbare Lösung. WirelessTEMP funktioniert mit nahezu allen JULABO Temperiergeräten mit RS232-Schnittstelle. Auch ältere, bereits vorhandene Labor-Thermostate, Umlaufkühler, Temperiersysteme etc. lassen sich damit nachrüsten.

Wie kompliziert ist die Installation bzw. Inbetriebnahme?
Die Installation und Inbetriebnahme von WirelessTEMP gestaltet sich sehr einfach. Einfach nur einstecken und einschalten - die Funkverbindung zwischen den Geräten wird selbstständig aufgebaut. Die Inbetriebnahme ist daher ohne spezielles Fachwissen problemlos möglich.

In unserem Labor sind bereits andere Funklösungen im Einsatz - gibt es hier Probleme?
Nein, die Wireless-Temp Geräte suchen sich selbständig einen freien- und störungsfreien Kanal aus. Im Bedarfsfall kann der Funkkanal manuell ausgewählt und fest eingestellt werden. Dadurch wird eine Überschneidung mit anderen Funknetzen vermieden.

Können mehrere Anwender innerhalb eines Labors, unabhängig voneinander mit WirelessTEMP arbeiten?
Ja, das ist möglich. Dazu ist es erforderlich ein sogenanntes PAN (Personal Area Network) einzurichten. In einer solchen "geschlossenen Netzwerkgruppe" bekommt jedes teilnehmende Gerät eine eindeutige Identifikations-Nummer. Zur Einrichtung von Netzwerkgruppen ist der "Wireless USB Stick" erforderlich. In dessen Lieferumfang ist die Software "WirelessTEMP Configurator" enthalten, damit ist eine Netzwerkkonfiguration direkt über den PC möglich.

Welche Kosteneinsparungen ergeben sich beim Einsatz von WirelessTEMP?
Das Verlegen von Kabeln entfällt weitgehend. Eine Messdatenerfassung oder die Übermittlung von Steuerbefehlen und Alarmsignalen kann jetzt drahtlos über die Funkverbindung erfolgen. Die teils hohen Kosten für geschirmte Datenleitungen, Steckdosen etc. entfallen. Die Investitionen in die WirelessTEMP-Technik amortisiert sich meist innerhalb kürzester Zeit. WirelessTEMP bietet außerdem eine deutlich höhere Flexibilität bei der Einrichtung des Labors. Mit WirelessTEMP sind Sie nicht mehr an Gerätestandorte gebunden, weil nur dort eine Datenleitung liegt.

Kann WirelessTEMP im explosionsgefährdeten Bereich eingesetzt werden?
Ja, die Remote Control Fernbedienung ist in einer Version mit ATEX-Zulassung erhältlich. Die ATEX-Version der Fernbedienung darf auch in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Einzige Einschränkung: Die Remote Control darf dann nur mit Batterien mit ATEX-Freigabe betrieben werden, ein Betrieb über Netzteil ist nicht zulässig.

Liegt für die ATEX-Version der 'Remote Control' Fernbedieneinheit eine EG-Baumusterprüfbescheinigung vor?
Ja, die ATEX-Version der 'Remote Control' wird mit einer Prüfbescheinigung nach Richtlinie 94/9/EG ausgeliefert. Sie finden diese in der Betriebsanleitung. Darin wird bescheinigt, dass das Gerät die grundlegenden Sicherheitsanforderungen zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen erfüllt.
 
Prüfbescheinungsnummer: BVS 08 ATEX E 001 X
Gerätekennzeichnung: II 2G Ex ib IIC T4 / T160 °C (T3)

Wieviele Geräte können mit der Fernbedienung verwaltet werden und wie erfolgt die Zuordnung?
Die Remote Control kann maximal 8 Temperiergeräte verwalten. Jedes Temperiergerät muss dazu mit einem Transmitter ausgerüstet werden. Nach dem Einschalten sucht die Remote Control nach den erreichbaren Transmittern. Die Temperiergeräte werden dann in der Reihenfolge, in der sie gefunden werden, auf die Speicherplätze N1...N8 gelegt. Diese Reihenfolge wird gespeichert und auch beim nächsten Einschalten der Remote Control beibehalten. Ist ein zuvor gespeichertes Temperiergerät beim Einschalten nicht mehr vorhanden, bleibt der entsprechende Speicherplatz unbelegt. Die Speicherplätze werden nicht nachgerückt! Damit wird sichergestellt, dass jedes Temperiergerät einen fest zugewiesenen Speicherplatz hat. Dem Anwender wird dadurch die Arbeit erleichtert, weil er sich die Zuordnung besser merken kann.

Der Anwender möchte die Thermostaten manchmal von seinem PC aus steuern, manchmal jedoch über die Remote Control. Geht das parallel? Oder muss er sich für eine Lösung entscheiden?
Ein zeitgleicher paralleler Betrieb ist nicht möglich. Wird die Remote Control allerdings als "FFD" konfiguriert, (siehe Betriebsanleitung), können PC und Remote in einem Netzwerk betrieben werden. Der Benutzer kann dann zeitweise mit der Fernbedienung arbeiten und bei Bedarf die Thermostaten aber auch mit der Easy-Temp Software bedienen. Das nicht benötigte Gerät bleibt dann deaktiviert.

Erscheinen Warn- bzw. Fehlermeldungen vom Temperiergerät auch an der Fernbedieneinheit?
Ja, wenn das Temperiergerät einen
Fehler meldet, ertönt auch bei der Remote Control ein Alarmton. Zusätzlich wird zyklisch der Fehlercode kurz eingeblendet. Wird die Funkreichweite zu einem Gerät überschritten, wird ebenfalls alle 20 Sekunden ein kurzer Warnton ausgegeben, solange bis die Funkverbindung wieder in Reichweite ist. Das akustische Alarmsignal kann durch kurzes Betätigen der EIN/AUS-Taste ausgeschaltet werden.

Ich möchte WirelessTEMP einsetzen. Wie kann ich die zu bestellenden Artikel ermitteln?
Das ist ganz einfach: Für jedes Temperiergerät (maximal 8 Geräte) benötigen Sie einen "Transmitter". Anschließend müssen Sie entscheiden, wie die Bedienung der Geräte aus der Ferne erfolgen soll. Dazu gibt es zwei Varianten: Entweder Sie bestellen die handliche "Remote Control" Fernbedieneinheit oder den "Wireless USB Stick" - je nach dem, ob Sie von Hand oder per PC bedienen möchten.

Wann benötige ich den "Wireless USB Stick"?
Den Stick benötigen Sie, wenn die Bedienung und Überwachung der Temperiergeräte über PC oder Notebook erfolgen soll. Wenn innerhalb eines Labors mehrere voneinander unabhängige WirelessTEMP Anwendungen genutzt werden sollen, ist ebenfalls ein "Wireless USB Stick" zur Konfiguration notwendig. Wenn Sie die Steuersoftware "EasyTEMP" einsetzen möchten (z.B. zur Messdatenerfassung), wird ebenfalls der "Wireless USB Stick" benötigt.

Wann benötige ich den "Router"?
Den Router benötigen Sie immer dann, wenn die Funkreichweite nicht ausreicht. Das kann z.B. bei vielen Gebäudewänden oder Hindernissen der Fall sein. Mit einem oder mehreren Routern kann dann die Funkreichweite verlängert werden.

Gehört die Software "EasyTEMP Professional" zum Lieferumfang von WirelessTEMP?
Nein, die Software "EasyTEMP Professional" muss separat erworben werden. Als Alternative ist die kostenlose Version "EasyTEMP" als Download verfügbar. Während die Professional-Version die Kommunikation mit bis zu 8 Geräten unterstützt, kann mit der kostenlosen Version nur ein Temperiergerät gesteuert werden.

 

Datenkommunikation / Funkverbindungen

Mit welcher Funktechnik arbeitet WirelessTEMP?
WirelessTEMP arbeitet mit dem neuen Industrie-Funkstandard "ZigBee", welcher stabile und sichere Verbindungen auch im industriellen Umfeld gewährleistet. W
eiterführende Informationen zur "ZigBee" Funktechnologie finden Sie auf der offiziellen Website der ZigBee Alliance unter www.zigbee.org.

Wie hoch ist Reichweite der Funkverbindung mit WirelessTEMP?
Im Freifeld werden Funkreichweiten bis zu 70 Metern erreicht. In der Praxis wird die tatsächliche Funkreichweite allerdings von einigen Faktoren beeinflusst. So verringert sich die Funkreichweite z.B. durch Gebäudewände oder andere Hindernisse (wie z.B. Maschinen, Möbel etc.). Im Bedarfsfall kann die Funkreichweite durch den Einsatz eines oder mehrerer Router wieder erhöht werden.

Wie kann die Reichweite der Funkverbindung verlängert werden?
Zur Reichweitenverlängerung steht der Router zur Verfügung. Dieser nimmt Funksignale von allen teilnehmenden Geräten entgegen, verstärkt diese und sendet sie weiter. Für sehr große Entfernungen können mehrere Router kaskadiert werden. Zum Betrieb muss der Router lediglich in eine gewöhnliche Netzsteckdose eingesteckt werden, diese sollte sich günstig im Raum (etwa in der Mitte der Funkstrecke) befinden.

Erfolgt die Kommunikation mit den Temperiergeräten permanent?
Ein Datenaustausch mit dem selektierten Thermostat findet ca. alle 0,7 Sekunden statt. Im Sleep-Modus schaltet sich der Sender/Empfänger aus Stromspargründen aus.

Gibt es zeitliche Verzögerungen bei der Tastaturbedienung bzw. Displayanzeige?
Aufgrund der zyklischen Übertragung der Messwerte kommt es im ungünstigsten Fall dazu, daß der angezeigte Messwert maximal 1 Sekunde „alt“ ist. In der Praxis kann man sagen, daß sich der Meßwert auf der Remote Control nahezu synchron mit dem Meßwert des Thermostaten verändert.

Unter welchen Umständen ist mit einem Kommunikationsausfall zu rechnen?
Die Zuverlässigkeit des ZigBee Funkstandard ist sehr hoch. Die „Bit Error Rate“ (BER) in Abhängigkeit vom Signal Rausch-Abstand (SNR) ist besser wie bei anderen Funkstandards wie z.B. Bluetooth. Physikalischen Grenzen ist allerdings auch ZigBee unterworfen. Wird die maximale Reichweite überschritten, so kommt es auch bei der Remote Control zu einem Abriss der Funkverbindung.

Was passiert wenn die Kommunikation abbricht?
Ein Funkabriss wird optisch im Display angezeigt. Zusätzlich ertönt alle 20 Sekunden ein kurzes akustisches Warnsignal. Kehrt man in die Funkreichweite zurück, so nimmt die Remote Control automatisch die Verbindung zum Gerät wieder auf. Dies kann allerdings bis zu einer Minute dauern.

Ist die von WirelessTEMP ausgehende Funk-Strahlung gefährlich?
Während handelsübliche Mobiltelefone mit einer Sendeleistung von 2 Watt senden, wird bei WirelessTEMP nur mit durchschnittlich 2 mW (0,002 Watt) gesendet. Im Vergleich zum Mobiltelefon erreicht die von WirelessTEMP ausgehende Funkstrahlung nur einen Bruchteil der üblichen Strahlungswerte (ca. ein Zehntausendstel).
Bei WirelessTEMP liegt der SAR-Wert (spezifische Absorptionsrate) weit unter der Leitlinie der Internationalen Kommission zum Schutz vor Nicht-Ionisierender Strahlung (ICNIRP), die einen Wert von 2W/kg vorschreibt. Diese Begrenzung ist international akzeptiert. Ein Risiko für die Gesundheit besteht daher nicht.

 

Energieversorgung / Batteriebetrieb / Lebensdauer

Wie lange reicht die Batteriekapazität?
Die Batterie- bzw. Akkustandzeit ist abhängig vom verwendeten Batterie- bzw. Akku-typ und den Arbeitsgewohnheiten.

a) bei Dauerbetrieb: Die Remote Control wird während des gesamten Arbeitstages bedient und der Sollwert ständig verändert. Die Batteriekapazität reicht für ca. 3 Arbeitstage.

b) bei sporadischem Betrieb: Die Remote Control dient zur sporadischen Kontrolle des „Ist-Wertes“. Der „Sollwert“ wird ebenso nur gelegentlich verändert. Das Gerät ist 75% der Einschaltzeit im Stand-By-Modus. Die Batteriekapazität reicht für circa 18 Arbeitstage.

Gibt es einen Energiesparmodus?
Ja, es gibt einen „Sleep-Modus“ und eine „automatische Geräteausschaltung“.

Wenn 15 Minuten keine Taste betätigt wurde, wird im Batteriebetrieb der Stromsparmodus aktiviert. Sender, Empfänger und Hintergrundbeleuchtung werden dabei abgeschaltet. Mit einem beliebigen Tastendruck erfolgt die Reaktivierung. Eine vollständige Geräteausschaltung erfolgt bei Batteriebetrieb wenn 1 Stunde keine Taste betätigt wird.

Kann die Remote Control mit Akkus betrieben werden?
Ja, die Remote Control Fernbedieneinheit kann wahlweise mit Batterien und Akkus (Micro AAA) betrieben werden.

Wie erfolgt das Nachladen?
Akkus können nicht im Gerät geladen werden. Zur Aufladung müssen Sie aus dem Gerät entnommen werden und mit einem separaten Ladegerät geladen werden.

Welche Lebensdauer wird zugrunde gelegt?
Markenakkus überstehen rund tausend Ladezyklen. Bei falscher Behandlung reduzieren sich die Ladezyklen aber wesentlich. Falsche Behandlung wäre zum Beispiel einen nicht völlig entleerten Akku wieder aufzuladen. Dabei entsteht der sogenannte Memory-Effekt.

Was ist der Unterschied zwischen Akku und Batterie?
Anwender, die öfters ihren Arbeitsplatz oder Standort wechseln, sind mit Batterien besser beraten. Im Batteriebetrieb kann zeitweise auch das Netzteil aufgesteckt werden. Das Gerät schaltet dann automatisch von Batterieversorgung auf Netzteilversorgung um. Beim Batteriebetrieb wird die aktuelle Batteriekapazität im Display angezeigt.

Welche Hinweise erhält der Anwender bei fast leerem Akku/Batterie?
Im Display wird der Ladezustand der Akkus angezeigt. Wechselt die Füllstandsanzeige von einem Balken auf vollständige Entleerung, kann noch mindestens 6 Stunden im Dauerbetrieb gearbeitet werden.

Wie erfolgt die Fortsetzung der Arbeit bei leeren Akkus bzw. Batterien?
Beim Betrieb mit Akkus oder Batterien sollte nach Möglichkeit immer ein Satz Ersatzakkus bzw. -batterien bereitliegen. Sollten einmal gerade keine Ersatzbatterien oder -akkus zur Hand sein, kann die Remote Control natürlich auch mit dem Steckernetzteil weiter betrieben werden.

 

 

 


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